Auto Flatrate

22 Porsches für 3000$ – Dieses Modell macht es möglich

Wer hat ihn nicht, den Traum vom eigenen Auto? Einige. Vor allem in Städten ist der Wunsch ein eigenes Auto zu besitzen immer seltener geworden. Man sehnt sich nach Flexibilität. Denn ist man auf Parkplatzsuche hätte man gerne einen Smart, fährt man in einen Ski-Urlaub wünscht man sich einen SUV. Diese Flexibilität kann bald Realität werden, da die ersten Automobilhersteller  sich an einem Modell versuchen, welches wir bisher von Handy-Flatrates und Zeitungs-Abos kennen.

Das Wunschauto auf Knopfdruck?

Es funktioniert ähnlich wie bei einem Handyvertrag. Man bezahlt monatlich einen fixen Betrag und bekommt dafür, anstatt von Gigabytes, ein Auto seiner Wahl. Jetzt stellt sich die Frage: Was unterscheidet dieses Modell vom Leasing? Zwei entscheidende Punkte machen dieses Modell attraktiv:

Der erste ist, dass der Anbieter alle Nebenkosten, wie die Versicherung, Wartung oder Reparatur übernimmt. Es gibt also keine zusätzlichen Kosten mehr, bis auf den Sprit, den man verbraucht. Ein enormer Vorteil gegenüber dem Leasing, auch wenn es um die Kostenplanung für den Monat geht.

Der zweite, entscheidende Vorteil ist, dass man jederzeit die Möglichkeit hat, das Modell zu wechseln. Dadurch entsteht eine enorme Flexibilität und Mobilität. Das Auto kann nun der Situation angepasst werden und nicht mehr anders herum. Zudem muss man das Auto nicht, wie beim Carsharing, in der Stadt suchen, sondern es wird von einem Concierge-Service gebracht und abgeholt.

All das läuft über eine App. Man kann von seinem Smartphone aus Steuern, wann man welches Auto fahren will. So hat man die Möglichkeit mit einem Sportwagen zur Arbeit zu fahren und mit einem SUV auf dem Rückweg die Kinder vom Kindergarten abzuholen. Ohne jegliche Zusatzkosten.

Mercedes Me Flexperience App:

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Auto-Flatrate: Modell der Zukunft oder Realität?

Die Auto-Flatrate ist kein Modell der Zukunft. Es gibt einige Pilotprojekte von Herstellern aus Deutschland und den USA die testen sollen, ob die Kunden den Mittelweg aus Leasing und Carsharing annehmen.

1. Book by Cadillac:

Seit Anfang 2017 testet Cadillac in New York “Book by Cadillac”. Man kann dort für 1500 Dollar pro Monat zwischen 9 verschiedenen Modellen, unter anderem der Corvette oder dem Escalade, wählen. Alles Inklusive außer Sprit. Allgemein zieht die General Motors’ Tochter eine positive Bilanz und möchte sogar demnächst ein Pilotprojekt in München starten.


©Cadillac, https://www.autohaus.de/nachrichten/neuer-mobilitaetsservice-book-by-cadillac-auch-in-muenchen-1971089.html

2. Porsche Passport und Mercedes Me Flexpierence

Wer lieber deutschen Luxus genießen möchte, für den ist “Porsche Passport” oder die “Mercedes Me Flexpierence” interessanter. Zwar bietet Porsche seinen Service, der zwischen 2000 und 3000 Dollar (8 oder 22 Modelle zur Auswahl) schwankt, bisher nur in der amerikanischen Metropole Atlanta an, “Mercedes Me Flexpierence” wird es aber bald in Deutschland geben. Die zwei größten Mercedes-Händler Lueg und Beresa bieten bis zu 12 Modelle zum Wechsel an. Preise sind noch nicht veröffentlicht.

3. Flair.com

Will man sich nicht auf eine Marke festlegen muss man auf eine Ausweitung des amerikanischen Start-Ups “Flair” hoffen. Dieses versucht in den USA 30 verschiedene Automarken in einer App zu bündeln. Über diese kann man sein Wunschauto auswählen und solange fahren wie man möchte. 5 Tage vor Abgabe muss man “Flair” Bescheid geben, ganz so flexibel wie Porsche und Co. ist dieses System also nicht. Jedoch hat Flair, das schon eine Milliarde Dollar Risikokapital einsammeln konnte, riesiges Potential. Vor allem für Menschen die ein Auto nur kurzfristig brauchen, zum Beispiel für einen Urlaub oder den Winter.

Doch dieses Modell ist nicht nur für Großverdiener. Bis jetzt haben sich vor allem Luxusmarken getraut dieses Modell zu testen, doch auch Marken wie Volvo wollen sich daran versuchen und den Preis dabei drücken. Der schwedische Autohersteller möchte bald junge Gebrauchtwagen einbinden und somit die Preise für junge Menschen oder Geringverdiener attraktiv machen.

Rechnet man nun bei dem Mietpreis die sonst anfallenden Unterhaltskosten weg, kommt man dem Leasingpreis näher als man denkt. Und kann dafür das Modell nach Belieben wechseln.

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